Unterrichtsorganisation


Unterrichtsorganisation

Modulare Förderung

Die modulare Förderung ermöglicht einen stark individuell ausgerichteten Unterricht, den die große Heterogenität an unserer Schule erfordert. Besonders in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch ist eine begabungsgerechte Förderung aller Schüler von großer Bedeutung.

Die Sekundarschule arbeitet mit verschiedenen Modulen zur Förderung und Forderung ihrer Schüler. Pro Woche werden jedem Schüler zwei Module angeboten, in denen sie/er Inhalte aufarbeiten oder vertiefen kann. Wichtig ist uns hierbei, dass jeder Schüler die Möglichkeit erhält, Defizite aufzuholen, aber auch seine Stärken in einem Fach auszubauen.

Die Einteilung geschieht durch diagnostische Verfahren und allgemeine Beobachtungen.

Die Förderung in den Modulen startet in Jahrgang sechs nach den Sommerferien und in Jahrgang fünf nach den Herbstferien. Am Ende eines Moduls erfolgt ein intensiver Austausch der jeweiligen Modullehrer mit den entsprechenden Fach- und Klassenlehrern. Eine (Neu-)Zuweisung zu einem weiteren Modul steht an, sofern das Kind das Ziel erreicht hat oder ein Motivationsverlust eine Wiederholung nicht sinnvoll erscheinen lässt.

Ziel der modularen Förderung sind der Erwerb und die Sicherung fachlicher und methodischer Kompetenzen. Dies geschieht insbesondere durch den Einsatz eines großen Angebots von Übungsaufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Die Schüler werden angeregt ihr Wissen und Können zu vernetzen. Eine Rückmeldung über den individuellen Fortschritt steigert die Motivation zum Lernen und Üben und führt damit zur Nachhaltigkeit des Gelernten.

Lernbüro

Das Lernbüro ist der Ort für das Lernen, für das Training und das Üben. Hier können die Schüler ihrem individuellen Lerntempo entsprechend Inhalte in Mathematik, Deutsch und Englisch aufarbeiten, üben und vertiefen.

Im Lernbüro arbeiten die Schüler eigenverantwortlich. Sie planen und führen ihre Arbeitsschritte selbstständig durch.

Lesetraining

Das Lesetraining stellt ein wichtiges Element des Deutschunterrichts der Erprobungsstufe dar. Es kann in Zusammenhang mit einer behandelten Lektüre stehen, aus der gemeinsam gelesen wird. Anhand der Ergebnisse eines Lesetests werden die Schüler den Rollen „Lesetrainer“ (starke Leser) und „Lesesportler“ (etwas schwächere Leser) zugeordnet. Jeweils ein Lesetrainer und ein Lesesportler bilden ein Lesetandem, das über einen Zeitraum von mehreren Wochen mehrmals wöchentlich nach bestimmten Regeln gemeinsam lesen übt. Dabei wird sich nicht nur der Lesesportler verbessern, sondern auch der Lesetrainer kann durch die geschärfte Aufmerksamkeit (dem Sportler Hilfen geben, Lesefehler verbessern) Fortschritte machen. Nach erfolgtem Lesetraining wird der Lesetest wiederholt und die eigenen Lesefortschritte sind somit für die Schüler direkt ablesbar.

Umgang mit Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS)

In der Regel sind es die Eltern, die als erste Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und Rechtschreibens bei ihrem Kind beobachten. Vor allem, wenn sie die Leistungen ihres Kindes mit der anderer Kinder vergleichen, fällt ihnen das deutlich verlangsamte Lerntempo auf sowie die enormen Schwierigkeiten beim Schreiben und Lesen von einzelnen Buchstaben bzw. Buchstabenkombinationen. Viele Eltern bemühen sich, durch Diktate und eintönige Übungen ein Versagen ihres Kindes im Lesen und Schreiben zu verhindern. Viele Kinder beantworten diese als Zwangsmaßnahmen empfundenen Bemühungen mit Trotz- und Wutverhalten und entwickeln ein schulisches Störverhalten oder weichen in körperliche Symptome aus, wie Kopf- und Bauchschmerzen sowie Übelkeit vor den Klassenarbeiten.

Diese Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten sind zunächst nicht als Intelligenzmangel zu betrachten. Überhaupt können sie nicht auf einen einzigen ursächlichen Faktor zurückgeführt werden; vielmehr sind verschiedene Faktoren entscheidend:

  • personale Faktoren des Kindes (z. B. Sprachauffälligkeiten, Wahrnehmungsstörungen auditiver und/oder visueller Art),
  • Umweltfaktoren (z. B. Schriftnähe bzw. -ferne des Elternhauses),
  • schulische Bedingungen (z. B. fehlende Anknüpfung an die Lernausgangslage, also an die Lese-Schreiberfahrungen in der Grundschule).

Es besteht kein Zweifel daran, dass für diese Schülergruppe besondere schulische Fördermaßnahmen notwendig sind. Um jedoch festzustellen, ob wirklich eine Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) vorliegt – die Diagnose ist nämlich nicht einfach –  sollte das Kind von Experten untersucht werden, also von Diplom-Psychologen und Ärzten für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. Kinder, denen eine Lese-Rechtschreib-Schwäche attestiert wird, erhalten eine Bescheinigung, die dem Deutsch- oder Klassenlehrer zeitnah vorgelegt werden sollte.

Bei Feststellung einer Lese-Rechtschreib-Schwäche hat das Kind einen Rechtsanspruch auf zusätzliche Förderung. An unserer Sekundarschule werden je nach Personalsituation ein- bis zweistündige LRS-Förderkurse angeboten. Diese Fördermaßnahmen zielen darauf, die Schüler gegenüber ihren rechtschreiblichen Unsicherheiten zu sensibilisieren und über verschiedene Methoden und Techniken mittel- und langfristig auf eine Verbesserung ihrer sprachlichen Leistung hinzuwirken. Diese Kurse erlauben durch eine Gruppengröße von höchstens 6 Schüler/innen eine optimale individuelle Förderung. Jedes Kind erhält einen Trainingsplan und kann so die eigenen Fortschritte in den Bereichen Lesen, Schreiben und Sinne (genaues Hören, genaues Sehen) mitverfolgen. Auch computergestützte Lernsoftware sowie Lernspiele wie Logico oder Paletti sind in die Förderung integriert, wodurch die Schüler zusätzlich motiviert werden.

In der Erprobungsstufe fließt die Rechtschreibleistung bei allen Schülern nur zurückhaltend in die Beurteilung der schriftlichen Arbeiten und Übungen mit ein. Die Rechtschreibfehler von getesteten LRS-Schülern werden bei der Notenbildung nicht berücksichtigt. In den Zeugnissen kann in der Rubrik „Bemerkungen“ aufgenommen werden, dass die Schülerin oder der Schüler an einer zusätzlichen LRS-Fördermaßnahme teilgenommen hat.

Binnendifferenzierung

Die Herkunft des Wortes „Lernen“ deutet darauf hin, dass Lernen ein Prozess ist, bei dem man einen Weg zurücklegt und dabei zu Wissen gelangt. Daraus ergeben sich auch individuelle Lernwege innerhalb der einzelnen Lerngruppen.

Weil sich der Unterricht und auch die Rückmeldungen zur Leistungsmessung und -beurteilung an Kompetenzen orientieren, erhalten die einzelnen Schülerinnen und Schüler Anregungen und Rückmeldungen zur individuellen Arbeit. Die Bedingungen und Anforderungen sind fächerspezifisch verschieden, darum wird auch in den jeweiligen Konzepten der Fachschaften darauf eingegangen.

Die binnendifferenzierenden Lernangebote können dabei unterschiedlich ausgestaltet werden:

–        Arbeitsaufträge unterschiedlicher Anforderungsniveaus

–        arbeitsteiliges Arbeiten mit individuellen Wahlmöglichkeiten

–        differenzierende Lernaufgaben und differenzierende Klassenarbeiten

–        Methoden kooperativen Lernens

–        Lerntandems

–        Wochenplanarbeit

–        in zunehmender Intensität selbstgesteuertes Lernen

–        sonderpädagogische Lernangebote

Neigungsdifferenzierung

Ab der sechsten Klasse wählt jeder Schüler, seinen Stärken entsprechend, ein viertes Hauptfach. Zur Auswahl stehen der MINT-Zweig (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik), der fremdsprachliche Zweig (Französisch), der berufspraktische Zweig (Hauswirtschaft, Technik, Wirtschaft) und der Zweig Darstellen und Gestalten.

Fachleistungsdifferenzierung

Im Fachleistungsunterricht werden die Schülerinnen und Schüler auf unterschiedlichen Niveaus unterrichtet. Sie sollen ihren individuellen Fähigkeiten entsprechend gefordert und gefördert werden und werden deshalb in Grund- und Erweiterungskurse eingeteilt:

–        ab dem 7. Schuljahr in Englisch und Mathematik

–        in der Regel ab dem 8., sonst ab dem 9. Schuljahr in Deutsch

–        ab dem 9. Schuljahr in Physik

Aus drei Klassen werden drei oder vier Kurse gebildet. In den Grundkursen werden Grundanforderungen gestellt und grundlegende Kompetenzen gefördert, in den Erweiterungskursen weitergehende Anforderungen für leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler, die auf diese Weise grundlegende Kompetenzen stärker ausbilden und weitere entwickeln können. Förderung und angemessene Forderung in ein ausgeglichenes Verhältnis zueinander zu stellen, erfordert immer wieder auch eine Überprüfung der Lernerfolge und eine entsprechende Anpassung der Lernsituation.

Das unterschiedliche Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler sowie, damit verbunden, die Anzahl der E- bzw. G- Kurse führt zu unterschiedlichen Schulabschlüssen:

Hauptschulabschluss (HA 9 oder HA 10)

Mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife FOR)

Mittlerer Schulabschluss mit der Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe (Fachoberschulreife FORQ)

Um die Schullaufbahn möglichst lange offen zu halten, ist bis zum Ende des 9. Schuljahres die Möglichkeit des Kurswechsels gegeben. Diese Durchlässigkeit setzt voraus, dass die Inhalte der Kurse aufeinander abgestimmt sind und die Lehrpläne der jeweiligen Fächer auf einer gemeinsamen Basis fußen. Eine Umstufung in einen E- Kurs setzt eine entsprechende Leistungs- und Arbeitsbereitschaft voraus.

Die Zuweisung zu den Fachleistungskursen erfolgt durch die Zeugniskonferenz.

Profilbildung

Die Sekundarschule Altena/Nachrodt-Wiblingwerde möchte möglichst viele Neigungen und Interessen seitens der Schüler/innen aufgreifen, fördern und fordern. Deshalb können die Schüler zwischen mehreren Profilen wählen.

Die Profile bestehen aus den Wahlpflichtfächern (Arbeitslehre-Berufspraxis, Darstellen und Gestalten, Französisch und MINT).

Alle Wahlpflichtfächer können mit Spanisch als zweite oder dritte Fremdsprache kombiniert werden.

Gleich welchen Zweig die Schüler/innen wählen: Sämtliche Schulabschlüsse sind erreichbar. Die Profile orientieren so gleichermaßen in Richtung einer Berufsausbildung nach der Sekundarstufe I als auch in Richtung der gymnasialen Oberstufe und einem evtl. Studium.

1. Arbeitslehre-Berufspraxis (Wahlflichtfach)
In diesem Bereich findet der Fächerkanon „Arbeitslehre“ mit den Bereichen Wirtschaftslehre, Hauswirtschaft und Technik besondere Aufmerksamkeit.
Dieser Wahlpflichtbereich ist an der Sekundarschule Altena/Nachrodt-Wiblingwerde wichtig, da in dem Einzugsgebiet viele mittelständische Handwerksbetriebe Fachkräfte suchen. Ebenso nimmt der Berufsbereich der Kranken- und Altenpflege einen immer höheren Stellenwert in unserer Gesellschaft ein, zu dem man in diesem Bereich eine fundierte Grundlage schaffen kann.

2. Darstellen und Gestalten (Wahlpflichtfach)
Kinder mit kreativen Fähigkeiten können auch in diesem Wahlfach mit musisch-kreativen Leistungen die Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe erreichen. In das Wahlpflichtfach Darstellen und Gestalten gehen die Fächer Musik, Kunst und Deutsch ein. Musikalisches und schauspielerisches Talent und die Lust, zu präsentieren sollten die Schülerinnen und Schüler, die das Fach wählen, mitbringen.

3. Französisch (Wahlpflichtfach)
Fremdsprachenkenntnisse gewinnen durch das Zusammenwachsen Europas und weltweiter Märkte zunehmend an Gewicht. Das Beherrschen einer oder mehrerer Fremdsprachen hat in der Arbeitswelt große Bedeutung.
Französisch wird ab Klasse 6 im Wahlpflichtbereich angeboten. Die Schüler/innnen, die dieses Fach wählen, erhalten die Möglichkeit, das international anerkannte Sprachzertifikat DELF (Diplome d’Etudes en lLangue Francaise) zu erwerben.

4. MINT (Wahlpflichtfach)
Das MINT-Profil beinhaltet die Fächer Mathematik, Informationstechnik, Naturwissenschaften und Technik, orientiert sich daher v.a. an naturwissenschaftlichen Berufen.
An den Standorten der Sekundarschule Altena/Nachrodt-Wiblingwerde gibt es viele mittelständische Betriebe, die einen großen Bedarf an technischen Fachkräften, Ingenieuren und Informatikern haben. In diesem Bereich haben ausgebildete Fachleute gute Berufsaussichten. Gerade für Schüler/innen mit Neigungen und Fähigkeiten im Experimentieren, Forschen und Entwickeln ist der Wahlpflichtbereicht MINT eine ausgezeichnete Möglichkeit, ihre Kenntnisse in diesem Bereich zu vertiefen.

5. Spanisch
Zusätzlich zu den Wahlpflichtfächern wird in den kommenden Klassen eine weitere Profilierung angeboten. Das Fach Spanisch wird ab Klasse 8 angeboten und kann mit allen Wahlpflichtfächern kombiniert werden. Spanisch ist ein dreistündiges Unterrichtsfach mit Klassenarbeiten.

Ab Klasse 9 werden im Ergänzungsbereich weitere studien- und berufsorientierende Angebote in einer Doppelstunde angeboten, die alternativ zu Spanisch gewählt werden können.

Sprachsensible Schulentwicklung

Sprachforscher-Projekttage

Der Auftakt der Projektarbeit im Netzwerk „Sprachsensible Schulentwicklung“ begann mit den „Sprachforscher-Projekttagen“ im Mai 2014. Das Ziel der Projekttage bestand vor allem darin, die Schulgemeinde für dieses Thema zu sensibilisieren und einen Einstieg in das sprachsensible Arbeiten für alle Lehrkräfte zu ermöglichen. In den verschiedenen Projektgruppen erstellten die Schülerinnen und Schüler z.B. Comics zum Thema „Sprache“, sie nahmen ein eigenes Hörspiel auf oder versuchten, mit ihrem Körper verschiedene Buchstaben darzustellen. Viele Ergebnisse der Projekte  z.B. eine Bauanleitung für ein Kugellabyrinth oder ein Kochbuch können in der Zukunft von weiteren Schülergenerationen genutzt werden.

Das Fach Sprache

Seit dem Schuljahr 2014/15 wird das Fach Sprache in den Jahrgängen 5-7 einstündig unterrichtet. Das Fach führt Sprachhandlungen ein, die in mehreren Fächern über Schuljahre hinweg ihren Einsatz finden z.B. Diagramme beschreiben, Argumentieren und Begründen, Protokolle verfassen.

Für die Weiterarbeit haben wir uns drei Leitziele gesetzt.

1. Leitziel: Etablierung des Faches Sprache

Um die Etablierung des Faches Sprache zu erreichen, erproben wir im Schuljahr 2014/15 die zuvor entwickelten Materialien im Unterricht.  Auf einer schulinternen Fortbildung im März werden alle Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarschule weiterqualifiziert. Methoden, Inhalte und Materialien werden  evaluiert und Bewährtes für die Entwicklung eines „Sprachbildungscurriculum“ schriftlich festgehalten.

2. Leitziel: Einrichten eines Lernbüros mit dem Schwerpunkt „sprachsensible Materialien und Aufgaben“

Wir schaffen Sprachspiele und Sprachmaterial zur Förderung der Kommunikation der Lernenden und die Erweiterung ihres Wortschatzes an. Sie regen eine spielerische Auseinandersetzung mit Sprache an. Ab Februar 2015 werden die Materialien und Aufgaben während der Lernzeit eingesetzt. Die erste Evaluation erfolgt in der Lehrerkonferenz im April 2015 und eine zweite Evaluation am Ende des Schuljahres 2014/15.

3. Leitziel: Planung von sprachsensiblen Wahlpflicht-Kursen

In einer schulinternen Fortbildung im Mai werden die Inhalte und die sprachlichen Schwerpunkte für den WP-Bereich erarbeitet.  Bis zum Ende des Schuljahres 2015/16 werden fortlaufend sprachsensible Unterrichtseinheiten entwickelt und in einem Ordner abgeheftet. Das gesamte Kollegium trifft fächerübergreifende Absprachen bezüglich Operatoren und Textsorten und hält diese Absprachen in einem Sprachbildungscurriculum fest.

Leistungskonzept

Wir verfolgen einen positiven Leistungsbegriff. Jedes Kind soll nach seinen persönlichen Fähigkeiten und Anlagen optimal gefördert werden. Ziel ist es, jedes Kind zu seiner höchstmöglichen Leistung zu motivieren und zu führen. Wir spornen zu Leistungen an und freuen uns über jede erbrachte Leistung. Motivation und Anstrengungsbereitschaft sind damit Teil einer fachlichen Leistung und werden in die Leistungsbewertung mit einbezogen.

Neben den üblichen Klassenarbeiten, Lernzielkontrollen und sonstigen Beurteilungen der Schüler im Fachunterricht werden besondere Beurteilungskriterien und Beurteilungsverfahren angewendet. Diese beziehen sich auf die speziellen Arbeitsweisen der Schule:

– Beurteilung des selbstgesteuerten Lernens

– Beurteilung des projektorientierten Lernens und der Projektergebnisse

– Beurteilung der Fähigkeit, ein Lernergebnis zu präsentieren

– eigene und gegenseitige Beurteilung von praktischen Arbeiten oder

– Gruppenarbeitsergebnissen

Dabei kommt den Lehrkräften die verantwortungsvolle Aufgabe zu, auf der Grundlage von Beobachtungen und diagnostischen Untersuchungen die Lernentwicklung eines jeden Kindes individuell zu begleiten. Geeignete Instrumente dazu sind z.B. Lernentwicklungsberichte, Förderpläne, Lerntagebücher, Portfolios etc. Diese geben detaillierte Informationen zum Verhalten, zur Lernentwicklung, zu erzielten Lernerfolgen und festgestelltem Förderbedarf des Kindes.

Die Schüler schreiben in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik Parallelarbeiten, das heißt, alle Schüler eines Jahrganges schreiben zur gleichen Zeit die gleiche Arbeit, die differenziert Aufgabenstellungen beinhaltet.

Stundentafel

Unterrichtsmethoden

Es gibt viele Unterrichtsmethoden, die einen sinnvollen und effektiven Unterricht ermöglichen. Dabei berücksichtigt die Sekundarschule Altena/Nachrodt-Wiblingwerde vor allem Methoden, die die Unterrichtsprinzipien „kooperatives Lernen“, „selbstorganisiertes Lernen“ und „Handlungsorientierung“ unterstützen.

Einige Unterrichtsmethoden sind fachspezifisch, wie z.B. die Methode „Lehrgang“ im Technikunterricht oder die Methode „Zeit- und Personenleiste“ im Gesellschaftslehreunterricht. Die meisten Methoden (z.B. Brainstorming, Mindmapping, Stationenlernen, Gruppenarbeit) werden jedoch fachübergreifend eingesetzt.

In der sechsten Klasse findet in jeder Woche eine Methodenstunde statt, in der fachübergreifende Methoden und Arbeitstechniken eingeübt werden, sodass die Lehrerinnen und Lehrer in ihrem Unterricht darauf zurückgreifen können.

Diese Methoden und Arbeitstechniken sind:
– ein Heft bzw. eine Mappe mit Inhaltsverzeichnis strukturieren und sauber führen
– aufmerksames Zuhören
– Vokabellerntechniken
– die Durchführung des Flüsterführerscheins (rücksichtsvoll und konzentriert lernen)
– arbeiten in kooperativen Lernformen (Partner- und Gruppenarbeit üben)
– Informationen suchen und finden (ein sicherer Umgang mit dem Wörterbuch)
– Selbstorganisationstechniken

Lernzeit

Die Schüler/-innen bekommen in jeder Woche einen individuellen Arbeitsplan, der überwiegend aus Aufgaben der Hauptfächer besteht und die jeweiligen Stärken und Schwächen des Lernenden berücksichtigt. In insgesamt drei Lernzeiten haben die Kinder Zeit, ihren Arbeitsplan zu erledigen. Dabei wird darauf geachtet, dass der Arbeitsumfang angemessen ist. Wenn ein Kind alle Aufgaben bearbeitet hat, stehen ihm im Klassenraum Freiarbeitsmaterialien zur Verfügung, die wiederholendes und weiterführendes Lernen ermöglichen. Zusätzlich steht ein Lehrer in einem Lernbüro zur Verfügung, der die Schülerinnen und Schüler z.B. bei Recherchen im Internet oder weiterführenden Arbeitsaufträgen begleitet. Somit kann eine individuelle Betreuung gewährleistet werden.

 

Herkunftssprachlicher Unterricht (HSU)

  1. Wozu herkunftssprachlicher Unterricht?

Das Land Nordrhein-Westfalen setzt sich dafür ein, die Kenntnisse in den Herkunftssprachen bei den Schülerinnen und Schülern zu erhalten bzw. zu verbessern. Hierzu wird unter bestimmten Voraussetzungen herkunftssprachlicher Unterricht angeboten.

Am Ende des Besuchs des HSU nach Klasse 9 oder 10 steht eine Sprachprüfung. Das Ergebnis der Sprachprüfung wird im Abschlusszeugnis bescheinigt. Dabei wird unter „Leistungen“ die Prüfungsnote und unter „Bemerkungen“ angegeben, dass die Note auf einer Sprachprüfung nach der Teilnahme am herkunftssprachlichen Unterricht beruht und auf welcher Anspruchshöhe sie abgelegt wurde. Bei der Vergabe der Abschlüsse kann eine mindestens gute Leistung in der Sprachprüfung eine mangelhafte Leistung in einer Fremdsprache ausgleichen (§ 5 Absatz 3 APO S I).

  1. Anmeldung zu den HSU – Lerngruppen im Märkischen Kreis

HSU findet an ausgewählten Schulen der Region statt. Soll eine Schülerin oder ein Schüler unserer Schule in eine bereits bestehende Lerngruppe der Region aufgenommen werden, so muss über das Sekretariat unserer Schule eine Anmeldung zum HSU vorgenommen werden. Diese Anmeldung ist unabhängig von dem HSU-Angebot, das unsere Schule macht und erfolgt immer zu Schuljahresbeginn. Beim Schulwechsel nach Klasse 4 ist die Anmeldung zum HSU im Rahmen des allgemeinen Anmeldeverfahrens Anfang Februar erforderlich. Eine nachträgliche Anmeldung (etwa zu Beginn der 5. Klasse) ist in Ausnahmefällen möglich.

  1. HSU an der Sekundarschule Altena/Nachrodt –Wiblingwerde

Derzeit findet HSU in Türkisch an unserer Schule am Standort Nachrodt statt. Wir nehmen jedoch für die Schülerinnen und Schüler unserer Schule auch Anmeldungen für andere Herkunftssprachen an.

Gruppe 1: Jahrgang 8  und 9 (dienstags)

Uhrzeit: 14:45 Uhr – 16:15 Uhr

Gruppe 2: Jahrgang 5 und 7 (freitags)

Uhrzeit: 13:20 Uhr – 14:50 Uhr

Leitung: Herr Degermenci

  1. Ansprechpartnerin

Fragen zum HSU beantwortet Frau Homuth.

Schulen im MK, die HSU anbieten

Anmeldeformular für alle Herkunftssprachen (bitte im Sekretariat der Sekundarschule abgeben)